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Qualitative Forschungsmethoden gelten als am besten geeignet, um neuartige Phänomene zu erkunden und neue Konzepte zu entwickeln. Ihr Potenzial, bestehende Theorien neu zu bewerten, wird jedoch unterschätzt. Qualitative Restudien, die zu den Daten und Kontexten zurückkehren, auf denen die ursprünglichen Theorien basieren, sind in anderen Disziplinen (z. B. Geschichte, Soziologie und Anthropologie) eine gut etablierte Tradition, haben jedoch in der Management- und Organisationsforschung wenig Anerkennung gefunden. Wir führen qualitative Restudien als ein kraftvolles Mittel ein, um die Theoriebildung zu verbessern, indem wir veraltete oder obsoleto Theorien überarbeiten oder herausfordern und die Übertragbarkeit und Langlebigkeit von Ergebnissen und Interpretationen festlegen. Wir bieten eine Typologie qualitativer Restudien-Designs an, die auf einer integrativen Literaturanalyse im Bereich Management, Strategie sowie Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften basiert. Wir heben die wichtigsten Design- und ethischen Überlegungen für Forscher hervor, die eine Restudie durchführen. Wir argumentieren, dass die Stärken von Restudien in ihren Möglichkeiten zur Neukonzeptionierung liegen, über die Verifizierung oder Aktualisierung früherer Studien hinaus. Restudien nutzen die Stärken der tiefgehenden qualitativen Arbeit, um zu enthüllen, wie Interpretationen und Theoriebildung durch methodologische Traditionen, historische Kontexte, bestehende gesellschaftliche Strukturen und die Hintergründe der Forscher geprägt werden.
Köhler et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.