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Das Konzept der multiplen Aktivierungszustände von Makrophagen ist nicht neu. Allerdings hat die Ausweitung dieser Idee auf residente Gewebemakrophagen, wie Mikroglia, in den letzten Jahren an Interesse gewonnen. Leider lässt sich die Forschung zur peripheren Makrophagenpolarisation nicht unbedingt genau auf ihre Gegenstücke im zentralen Nervensystem (ZNS) übertragen. Obwohl pro- und anti-inflammatorische Zytokine Mikroglia in unterschiedliche Aktivierungszustände polarisiert werden können, sind die spezifischen Funktionen dieser Zustände weiterhin ein Bereich intensiver Debatten. Diese Übersicht untersucht die möglichen Aktivierungszustände, auf die Mikroglia polarisiert werden können. Es folgt eine detaillierte Beschreibung der Mikroglia-Polarisation und der funktionalen Relevanz dieses Prozesses sowohl in akuten als auch in chronischen ZNS-Krankheitsmodellen, die in der Literatur beschrieben werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Nutzung der M2-Mikroglia-Polarisation als potenzielle therapeutische Option bei der Behandlung von Krankheiten gelegt.
Cherry et al. (2014) untersuchten diese Frage.