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Verminderte serotonerge Aktivität wurde mit Angst und schwerer Depression in Verbindung gebracht, und Antidepressiva erhöhen direkt oder indirekt die langfristige Aktivität des Serotoninsystems. Ein Schlüsselbestandteil des Serotonincircuits ist der 5-HT1A-Autorezeptor, der als Hauptsomato-dendritischer Autorezeptor fungiert, um den "Gain" des Serotoninsystems negativ zu regulieren. Darüber hinaus sind 5-HT1A-Heterorezeptoren in der Postsynapse reichlich im präfrontalen Kortex (PFC), der Amygdala und dem Hippocampus exprimiert, um die Wirkungen von Serotonin auf Furcht, Angst, Stress und Kognition zu vermitteln. Wichtig ist, dass im PFC 5-HT1A-Heterorezeptoren auf mindestens zwei antagonistischer neuronalen Populationen exprimiert werden: exzitatorische pyramidale Neuronen und inhibitorische Interneuronen. Tiermodelle deuten darauf hin, dass der 5-HT1A-Rezeptor in angst- und depressionsähnlichen Phänotypen beteiligt ist, mit unterschiedlichen Rollen für prä- und postsynaptische 5-HT1A-Rezeptoren. In diesem Review präsentieren wir ein Modell des Serotonin-PFC-Circuits, das Beweise aus genetischen Mausmodellen von Angst und Depression integriert, die Knockout, Suppression, Überexpression oder Mutation von Genen des Serotoninsystems einschließlich der 5-HT1A-Rezeptoren beinhalten. Das Modell postuliert, dass sich der Verhaltensphänotyp ändert, während die Serotoninaktivität von keiner (depressiv/aggressiv nicht ängstlich) zu niedrig (ängstlich/depressiv) zu hoch (ängstlich, nicht depressiv) ansteigt. Wir identifizieren eine Gruppe von konservierten Transkriptionsfaktoren, darunter Deaf1, Freud-1/CC2D1A, Freud-2/CC2D1B und Glukokortikoidrezeptoren, die möglicherweise schädliche regionale Veränderungen der 5-HT1A-Rezeptoren bei Depressionen verursachen können und wie zukünftige Behandlungen diese Mechanismen anvisieren könnten. Weitere Studien sind erforderlich, um spezifisch die Rollen und die Regulation von pyramidalen vs. internen neuronalen Populationen von 5-HT-Rezeptoren zu testen, um die Rolle von Serotonin bei Angst und Depression besser zu verstehen und wirksamere gezielte therapeutische Ansätze zu entwickeln.
Albert et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.