Hintergrund: Atopische Dermatitis (AD) ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die eine langfristige Behandlung erfordert. Traditionelle Pflegekonzepte bieten oft nicht die kontinuierliche Unterstützung nach der Entlassung. Ziel: Die Auswirkungen der auf sozialen Medien basierenden Nachsorgepflege auf die Juckreizintensität und Selbstpflege bei AD-Patienten zu bewerten. Methoden: Diese randomisierte kontrollierte Studie umfasste 100 AD-Patienten, die entweder einer Forschungsgruppe (n=49, erhielten die auf sozialen Medien basierende Nachsorgepflege) oder einer Kontrollgruppe (n=49, erhielten die herkömmliche Pflege) zugewiesen wurden. Die Juckreizintensität (numerische Bewertungsskala - NRS), der Eczema Area and Severity Index (EASI), die globale Einschätzung des Prüfers (IGA) und die Selbstpflegefähigkeit (Skala zur Ausübung der Selbstpflegekompetenz) wurden zu Beginn und 6 Monate nach der Intervention bewertet. Der primäre Endpunkt war der Unterschied zwischen den Gruppen im durchschnittlichen Change der NRS-Punkte von der Basislinie. Ergebnisse: Nach 6 Monaten zeigten Patienten in der Forschungsgruppe eine signifikant größere Verbesserung. Die durchschnittliche Reduktion der NRS-Punkte war 0,93 Punkte höher in der Forschungsgruppe als in der Kontrollgruppe (95% CI: 0,52 bis 1,34; p < 0,001). Die Forschungsgruppe zeigte auch signifikant höhere Gesamtwerte zur Selbstpflegefähigkeit nach der Intervention (138,3 ± 9,00 vs. 111,21 ± 8,99, p<0,001). Einschränkungen: Dies war eine ein-zentrums Studie mit einem relativ kurzen Nachbeobachtungszeitraum. Schlussfolgerung: Die auf sozialen Medien basierende Nachsorgepflege reduziert effektiv die Juckreizintensität und verbessert die Selbstpflege bei AD-Patienten, was auf ihr Potenzial als wertvolles Werkzeug für das Management chronischer Erkrankungen hinweist.
Ren et al. (Dienstag,) untersuchten diese Frage.