Hintergrund: Die berufsbedingte Morbidität bei Textil- und Jutearbeitern bleibt in Entwicklungsländern ein bedeutendes Problem der öffentlichen Gesundheit. Trotz dokumentierter Exposition gegenüber Staub, Lärm, ergonomischer Belastung und mechanischen Gefahren gibt es nur begrenzte integrierte Forschung aus Westbengalen, die das Wissen der Arbeiter, präventive Praktiken und assoziierte Gesundheitsergebnisse bewertet. Diese Studie hatte zum Ziel, das Wissen über berufliche Risikofaktoren, angegebene präventive Praktiken, das Vorkommen von Gesundheitsproblemen und deren soziodemografische Zusammenhänge bei Jutefabrikarbeitern in Kolkata, Indien, zu erfassen. Methoden: Eine deskriptive Querschnittsstudie wurde unter 100 Jutearbeitern mit ≥10 Jahren Erfahrung in der Kamarhati Jutefabrik in Kolkata durchgeführt. Die Teilnehmer wurden mittels Convenience Sampling ausgewählt. Daten wurden durch validierte halbstrukturierte Interviews erhoben, die demografische Merkmale, berufliche Exposition, Wissen (24 Items) und präventive Praktiken (18 Items) erfassten. Deskriptive Statistiken, Chi-Quadrat-Tests und Odds Ratios (OR) mit 95%-Konfidenzintervallen (CI) wurden berechnet. Die statistische Signifikanz war bei p<0,05 festgelegt. Ergebnisse: Die Durchschnittsalter lag bei 44,6±8,2 Jahren. Die Mehrheit war männlich (79%), hatte Arbeitsschichten von ≥12 Stunden/Tag (73%) und >50 Stunden/Woche (81%). Der Gebrauch von nicht-rauchendem Tabak war hoch (85%). Muskel-Skelett-Erkrankungen (63%) und Atemwegsprobleme (51%) waren die häufigsten Morbiditäten; 65% berichteten über berufsbedingte Verletzungen im vergangenen Jahr. Der durchschnittliche Wissensscore lag bei 71,34±3,45, während der Wert für präventive Praktiken bei 20,09±1,34 lag; 51% zeigten schlechte Praktiken. Signifikante Faktoren, die mit berufsbedingten Gesundheitsproblemen assoziiert waren, umfassen eine Berufserfahrung von >20 Jahren (OR 5,47; 95% CI 2,19–13,65), Überstunden ≥3 Tage/Woche (OR 3,67; 95% CI 1,53–8,77), Wochenarbeitszeit >50 Stunden (OR 4,03; 95% CI 1,47–11,05), Suchterkrankung (OR 4,69; 95% CI 1,57–13,96) und Alter >43 Jahre (OR 3,14; 95% CI 1,32–7,47). Schlussfolgerung: Jutefabrikarbeiter tragen trotz moderater Wissensniveaus eine hohe Last an multisystemischer beruflicher Morbidität. Übermäßige Arbeitszeiten, kumulative Exposition und suchterzeugende Verhaltensweisen erhöhen signifikant das Gesundheitsrisiko. Die Stärkung der Arbeitssicherheitsdurchsetzung, regelmäßige Gesundheitsüberwachung und verhaltensorientierte Interventionen sind dringend erforderlich.
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Charmy Dalal
Mangla Hospital and Research Center
Rivu Basu
All India Institute of Hygiene and Public Health
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Dalal et al. (Sat,) untersuchten diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/69d8967d6c1944d70ce07e43 — DOI: https://doi.org/10.47203/ijch.2026.v38i01.031
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