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Für die meisten Beobachter kam die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten (USA) einem Schock gleich. Dies wurde weitreichend als der Höhepunkt der langanhaltenden Unzufriedenheit der amerikanischen Öffentlichkeit mit der politischen Elite und den tiefsitzenden Frustrationen über breitere sozioökonomische Bedingungen umgedeutet. Wir argumentieren, dass der Erfolg der Trump-Kampagne auch aus der effektiven Nutzung einer emotional aufgeladenen, anti-establishment Krisenerzählung resultierte. Mit Erkenntnissen aus der politischen Psychologie untersuchen wir die soziolinguistischen Mechanismen, die der Wirksamkeit der 'Trump-Rhetorik' zugrunde liegen, durch quantitative und qualitative Inhaltsanalysen von Trumps Kommunikationswerkzeug während der Präsidentschaftswahlkampagne 2016 in den USA. Wir zeigen, dass seine Führungslegitimationsansprüche erheblich auf der 'Krisenkommunikation' basieren, die sein Publikum in einen Verlustrahmen versetzt, in dem es nichts zu verlieren hat, und erklären, warum 'Krisenkommunikation' das politische Verhalten beeinflusst. Wie wir zeigen, erzeugen die Krisengeschichten, die politische Akteure erzählen, gleichzeitig ontologische Unsicherheit in der amerikanischen Öffentlichkeit und dienen dazu, ihre Angst in Vertrauen zu verwandeln, dass die politischen Agenda des Erzählers den Weg zurück zur 'Normalität' darstellen. Durch diese rhetorischen Mechanismen manipulierte die Trump-Kampagne die ontologische (Un)Sicherheit der Individuen als Werkzeug in der Politik der Beruhigung auf der breiteren gesellschaftlichen Ebene.
Homolar et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.