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Diabetes mellitus und Hypertonie sind häufige Erkrankungen, die häufiger coexistieren, als es der Zufall allein vorhersagen würde. Hypertonie beim diabetischen Patienten erhöht erheblich das Risiko und beschleunigt den Verlauf von Herzerkrankungen, peripherer Gefäßerkrankung, Schlaganfall, Retinopathie und Nephropathie. Unser Verständnis der Faktoren, die die Häufigkeit der Hypertonie beim diabetischen Patienten deutlich erhöhen, ist unvollständig. Die diabetische Nephropathie ist ein wichtiger Faktor, der an der Entwicklung von Hypertonie bei Diabetikern, insbesondere bei Typ-I-Patienten, beteiligt ist. Die Ätiologie der Hypertonie bei der Mehrheit der diabetischen Patienten kann jedoch nicht durch zugrunde liegende Nierenerkrankungen erklärt werden und bleibt in ihrer Natur "essenziell". Das Kennzeichen der Hypertonie bei Typ-I- und Typ-II-Diabetikern scheint der erhöhte periphere Gefäßwiderstand zu sein. Ein erhöhter austauschbarer Natriumgehalt könnte ebenfalls eine Rolle in der Pathogenese des Blutdrucks bei Diabetikern spielen. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass Insulinresistenz/Hyperinsulinämie eine Schlüsselrolle in der Pathogenese von Hypertonie bei sowohl subtilen als auch offensichtlichen Abnormalitäten des Kohlenhydratstoffwechsels spielen könnte. Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass erhöhte Insulinspiegel, die oft bei Typ-II-Diabetes mellitus auftreten, ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren bei diabetischen Personen sind Abnormalitäten des Lipidstoffwechsels, der Thrombozytenfunktion und der Gerinnungsfaktoren. Das Ziel der antihypertensiven Therapie bei Patienten mit gleichzeitigem Diabetes ist es, das unangemessene kardiovaskuläre Risiko sowie den Blutdruck zu senken.
Epstein et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.
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