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Bis vor kurzem gab es in der Erdgeschichte sehr große Pflanzenfresser (Mammuts, Bodenfaultiere, Diprotodons und viele andere) in den meisten terrestrischen Ökosystemen der Welt, aber die Mehrheit ist im Zuge der spätquatärischen Aussterben ausgestorben. Wie hat diese großflächige Entfernung großer Pflanzenfresser die Landschaftsstruktur und die Funktionsweise von Ökosystemen beeinflusst? In dieser Überprüfung kombinieren wir Paläodaten mit Informationen aus modernen Ausschlussversuchen, um die Auswirkungen großer Pflanzenfresser (und ihres Verschwindens) auf holzige Arten, Landschaftsstruktur und Ökosystemfunktionen zu bewerten. In modernen Landschaften, die durch intensive Herbivorie gekennzeichnet sind, können sich holzige Pflanzen verteidigen oder in Verbindung mit verteidigten Arten gedeihen, können durch das Wachstum an Orten bestehen bleiben, die physisch für Pflanzenfresser unzugänglich sind, oder können bestehen bleiben, wo hohe Raubtiertätigkeit die Suche von Pflanzenfressern einschränkt. Auf der Landschafts- skala können unterschiedliche Dichten und Zusammensetzungen von Pflanzenfressern dynamische Gradienten in der deckenden Vegetation zur Folge haben. Die spätquatärischen Aussterben waren natürliche Experimente zur Entfernung großer Pflanzenfresser; das paläoökologische Archiv zeigt Hinweise auf weitreichende Veränderungen in der Gemeinschaftszusammensetzung sowie der Struktur und Funktion von Ökosystemen, die mit modernen Ausschlussversuchen übereinstimmen. Wir schlagen ein konzeptionelles Rahmenwerk vor, das die Auswirkungen großer Pflanzenfresser auf die Häufigkeit von holzigen Pflanzen beschreibt, vermittelt durch die Diversität und Dichte von Pflanzenfressern, wobei vorhergesagt wird, dass die Unterdrückung von holzigen Pflanzen durch Pflanzenfresser dort am stärksten ist, wo die Diversität der Pflanzenfresser hoch ist. Wir schließen daraus, dass der Rückgang großer Pflanzenfresser erhebliche Veränderungen in der Landschaftsstruktur und den Funktionen von Ökosystemen induziert.
Bakker et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.