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Kollaborative digitale Lehrbücher – umfassende Materialien, die ganze Lehrpläne abdecken – entwickeln sich von pdf-Büchern hin zu kollaborativen digitalen Umgebungen, in denen Lehrer und Schüler kommunizieren, Feedback und Diskussionen führen, Materialien teilen und manipulieren, Wissen testen und Ergebnisse überwachen können. Diese Studie untersucht, wie diese digitalen Umgebungen in der Schulpraxis genutzt werden: Wie werden die kollaborativen Werkzeuge eingesetzt, um das Lernen zu verbessern? Dreizehn Klassen der siebten und achten Klasse, 370 Schüler und 30 Lehrer in fünf schwedischen Sekundarschulen wurden über einen Zeitraum von 1,5 Jahren mittels Fragebögen, Klassenraumbeobachtungen und Interviews mit Lehrern und Schülern untersucht. Hier werden die Ergebnisse der Fragebögen präsentiert, während Beobachtungen und Interviews kontextuelle Einblicke bieten. Kollaborative Werkzeuge wurden sehr wenig genutzt; oft waren sich Lehrer und Schüler nicht einmal ihrer Existenz bewusst. Die meisten Nutzungen waren individuell, die Schüler waren mit dem digitalen Material alleine gelassen. Die Schüler lasen oder hörten den Text und engagierten sich nicht aktiv im Lernen, indem sie z.B. keine Notizen machten oder Texte markierten. Die meisten Lehrer verwendeten das Material nicht aktiv, um den Schülern beim Verstehen und Lernen zu helfen; viele prüften nicht einmal die Ergebnisse der Schüler bei automatisierten Tests. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Lehrer das neue, kollaborative Design des digitalen Lehrbuchs nicht in ihr Denken über Werkzeuge für das Lehren und Lernen integriert haben und es immer noch als statisches Buch betrachten. Dies deutet darauf hin, dass eine vollumfängliche Nutzung digitaler Werkzeuge neue Denkweisen über das Lehren erfordert und dass es mehr als nur die Bereitstellung digitaler Werkzeuge braucht, um dieses Ziel zu erreichen.
Grönlund et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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