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Dieses Papier untersucht die Reflexivität in der qualitativen Forschung und hinterfragt konventionelle Perspektiven, die sich um das Binärsystem von ‚Insider‘ und ‚Außenseiter‘ gruppieren. Während Reflexivität traditionell durch die Linse der sozial-historischen Position des Forschers verstanden wurde, plädieren wir für ein dynamischeres Verständnis, das betont, dass akademische Selbstbildung ein fortlaufender Prozess der Selbstschöpfung ist. Inspiriert von der antiken Akadēmía, wo Schreiben eine Methode der Selbstreflexion war, kontextualisieren wir reflexives qualitatives Schreiben neu und stimmen es mit Foucaults Interpretationen antiker griechischer und Renaissance-Konzepte ab. Wir postulieren, dass Schreiben, insbesondere in der Doktoratsforschung, nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern ein Mittel der Selbstbildung ist. Diese Perspektive definiert Reflexivität als einen transformierenden intellektuellen und existenziellen Prozess neu. Das Papier untersucht kritisch das vorherrschende Insider/Außenseiter-Binärsystem in der Forschungsliteratur und schlägt vor, dass Forscheridentitäten fließend sind und ständig durch Interaktionen geprägt werden. Durch die Integration von Foucaults späteren Arbeiten zur Ethik erkunden wir die ethischen Dimensionen der Reflexivität und die Bildung des ethischen Subjekts. Letztlich trägt dieses Papier zur akademischen Diskurs über Reflexivität bei und bietet eine fluidere, transformative Sicht auf den Doktoratsprozess und reflexives Schreiben in der qualitativen Forschung.
Bright et al. (2023) haben diese Frage untersucht.
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