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Frühere Studien zum Verhältnis zwischen Geruchssinn und Depression haben gemischte Ergebnisse gezeigt. Außerdem haben sich nur wenige mit der Gegenseitigkeit dieses Zusammenhangs beschäftigt. Ziel dieser Studie ist es, Daten zu Depression und Geruchssinn in zwei separaten Patientengruppen zu kombinieren, um deren Zusammenhang besser zu verstehen. Eine systematische Literaturübersicht wurde mithilfe von 3 Online-Datenbanken durchgeführt, um Studien zu identifizieren, die Geruchssinn und Depression bei Patienten mit entweder primärer Depression oder primärer Geruchsbeeinträchtigung korrelieren. Für die depressiven Patienten wurden gewichtete Mittelwerte und Standardabweichungen für den Sniffin' Sticks Test und den 40-Punkte Geruchserkennungstest aus 10 Studien kombiniert. Für die Patienten mit Geruchsbeeinträchtigung wurden gewichtete Mittelwerte des Beck-Depressionsinventars aus 3 Studien kombiniert. Unabhängige t-Tests wurden verwendet, um Unterschiede zwischen den Gruppen zu vergleichen. Der Vergleich von primären depressiven Patienten mit Kontrollen ergab, dass depressive Patienten niedrigere Werte im Geruchsgrenzwert (6,31±1,38 vs. 6,78±0,88, P = 0,0005), der Diskrimination (12,05±1,44 vs. 12,66±1,36, P = 0,0073), der Identifikation (12,57±0,74 vs. 12,98±0,90, P < 0,0001) und dem 40-Punkte Geruchserkennungstest (35,31±1,91 vs. 37,41±1,45, P < 0,0001) zeigten. Bei Patienten mit primärer Geruchsbeeinträchtigung waren die Werte des Beck-Depressionsinventars signifikant unterschiedlich zwischen Patienten, die als Normosmik, Hyposmik und Anosmik klassifiziert wurden (5,21±4,73 vs. 10,93±9,25 vs. 14,15±5,39, P ≤ 0,0274 für alle 3 Vergleiche). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Patienten mit Depression im Vergleich zu gesunden Kontrollen eine reduzierte olfaktorische Leistung aufweisen und umgekehrt Patienten mit Geruchsbeeinträchtigung Symptome einer Depression haben, die mit der Schwere des Geruchsverlusts zunehmen.
Kohli et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.