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Kollektives Handeln bezieht sich auf alle Maßnahmen, die Individuen als Mitglieder einer Gruppe ergreifen, um Gruppenziele wie sozialen Wandel zu verfolgen. In diesem Kapitel erweitern wir das Modell sozialer Identität kollektiver Handlung (SIMCA), indem wir nicht nur (politischisierte) Identität, sondern auch moralische Motivationen in seinen Kern einbeziehen und effektiv integrieren, wer "wir" sind, mit dem, wofür "wir" (nicht) stehen. Konzeptuell nutzen wir das Konzept der normativen Passung aus der Theorie der Selbstkategorisierung, um diese besondere Beziehung zwischen moralischen und identitätsbezogenen Motivationen für kollektives Handeln zu erläutern. Empirisch überprüfen wir zwei Forschungsprojekte (das experimentelle und umfragebasierte Value-Identity Fit Project und das longitudinale Politicisation Project), die beide darauf hindeuten, dass das SIMCA erweitert werden muss, um sowohl konzeptionell als auch empirisch ein breiteres Spektrum an (verletzten) moralischen Überzeugungen und einen Fokus auf den Inhalt der Identität einzubeziehen. Wir erörtern die wesentlichen Implikationen der Erweiterung des Kerns des SIMCA für die Sozialpsychologie kollektiven Handelns und sozialen Wandels und schlagen neue Richtungen für zukünftige Theoretisierung und Forschung auf diesem Gebiet vor.
Zomeren et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.