Key points are not available for this paper at this time.
Im Gegensatz zu den häufig im Vordergrund von Parkinson-Erkrankungen (PD) stehenden Einzelgelenk-Arme bewegen sich die orofazialen Bewegungen für die Sprache gut erlernte, komplexe motorische Sequenzen, die ohne visuelle Anleitung erzeugt werden. Die vorliegende Studie untersuchte Bewegungen der Oberlippe, Unterlippe und des Kiefers während der Sprache bei PD, um zu bestimmen, ob (1) die kinematischen Defizite der Sprache bei PD vergleichbar sind mit denen, die oft bei einfacheren Gliedmaßenbewegungen beobachtet werden; (2) die Koordination bei Mehrbewegungsaktionen wie Sprache in PD abweichend ist, wie kürzlich behauptet; und (3) die beteiligten Muskelgruppen in diesem Verhalten einheitliche Defizite aufweisen. Die Ergebnisse zeigten, dass trotz reduzierter Amplituden der Kiefer- und Oberlippenbewegung bei PD-Patienten alle drei oralen Bewegungen eine normale Dauer aufwiesen. Zweitens zeigten die Bewegungen der Unterlippe bei PD keine Defizite, und Bradykinesie (reduzierte Geschwindigkeit) wurde nur bei den Bewegungen des Kiefers festgestellt. Schließlich gab es Hinweise auf Bewegungskoordinationsabweichungen bei diesen parkinsonischen Probanden. Insgesamt legen diese Ergebnisse nicht nur nahe, dass es einen Unterschied zwischen orofazialen und Gliedmaßenbewegungsbeeinträchtigungen bei PD gibt, sondern dokumentieren auch die Notwendigkeit, unsere Perspektiven auf diese Bewegungsstörung zu erweitern, indem wir ein breiteres Spektrum funktionaler motorischer Aufgaben untersuchen.
Connor et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.