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Die Autoren schlagen vor, dass Konflikte unterschiedliche psychologische Ressourcen von Opfern und Tätern bedrohen und dass diese Bedrohungen zur Aufrechterhaltung des Konflikts beitragen (A. Nadler, 2002; A. Nadler A. Nadler & N. Shnabel, in Druck). Auf der Grundlage dieser allgemeinen Annahme entwickelten die Autoren ein bedarfsorientiertes Modell der Versöhnung, das besagt, dass Opfer sein mit einer Bedrohung des eigenen Status und der eigenen Macht verbunden ist, während Täter sein Bild als moralisch und sozial akzeptabel bedroht. Um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, müssen Opfer ihr Machtgefühl wiederherstellen, während Täter ihr öffentliches moralisches Bild wiederherstellen müssen. Eine soziale Austauschinteraktion, in der diese Bedrohungen beseitigt werden, sollte die Bereitschaft der Parteien zur Versöhnung erhöhen. Die Ergebnisse von 4 Studien zur zwischenmenschlichen Versöhnung unterstützen diese Hypothesen. Die praktischen und theoretischen Implikationen dieses Modells werden diskutiert.
Shnabel et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.