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Der mit Endometriose verbundene Schmerz wurde überwiegend medizinisch behandelt, was das Verständnis der psychologischen Faktoren, die in diese Schmerzerfahrungen involviert sind, behindert hat. Modelle chronischer Schmerzen heben die verzerrte Interpretation von mehrdeutigen Informationen als gesundheitsbedrohlich (Interpretationsbias) als einen wichtigen Prozess in der Entwicklung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen hervor. Ob der Interpretationsbias auch ähnlich bei schmerzhafter Endometriose eine Rolle spielt, ist unklar. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, diese Lücke in der Literatur zu schließen, indem sie (1) Interpretationsbias bei einer Stichprobe von Teilnehmern mit Endometriose und einer Kontrollstichprobe von Teilnehmern ohne medizinische Erkrankungen und Schmerzen vergleicht, (2) Beziehungen zwischen Interpretationsbias und Endometriose-bezogenen Schmerzauswirkungen untersucht und (3) erforscht, ob der Interpretationsbias die Beziehung zwischen der Schwere der Endometriose-bezogenen Schmerzen und der Schmerzinterferenz moderiert. Die Stichproben umfassten 873 bzw. 197 Teilnehmer. Die Teilnehmer füllten Online-Umfragen zu demografischen Daten, Interpretationsbias und schmerzbezogenen Ergebnissen aus. Die Analysen ergaben, dass der Interpretationsbias bei Personen mit Endometriose im Vergleich zu Kontrollen signifikant ausgeprägter war, mit einer großen Effektstärke. Innerhalb der Endometriose-Stichprobe war der Interpretationsbias signifikant mit Zunahmen der schmerzbezogenen Interferenz assoziiert; jedoch war der Interpretationsbias nicht mit anderen Schmerzauswirkungen assoziiert und moderierte nicht die Beziehung zwischen Schmerzschwere und Schmerzinterferenz. Diese Studie ist die erste, die verfälschte Interpretationsstile bei Personen mit Endometriose nachweist und zeigt, dass dieser Bias mit Schmerzinterferenz verbunden ist. Ob der Interpretationsbias zeitlich variiert und ob dieser Bias durch skalierbare und zugängliche Interventionen zur Linderung der schmerzbezogenen Interferenz modifiziert werden kann, sind Ansätze für zukünftige Forschungen.
Pickup et al. (Thu.) haben diese Frage untersucht.