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Die Nahinfrarot-Photoimmuntherapie (NIR-PIT) ist eine neu etablierte Krebsbehandlung, die die Kombination eines Antikörper-Photoabsorber-Konjugats (APC) und NIR-Licht verwendet. Wenn NIR-Licht von an APC gebundenen Geweben absorbiert wird, wird lokal eine gewisse Menge Wärme erzeugt. Dies führt meist zu einem subklinischen Anstieg der Hauttemperatur, jedoch kann übermäßige Lichtexposition unspezifische thermische Schäden verursachen. In dieser Studie haben wir das Potenzial für thermische Schäden, die durch NIR-PIT verursacht werden, untersucht, indem wir die Oberflächentemperatur gemessen haben. Zwei Lichtquellen, Laser und Licht-emittierende Diode (LED), wurden in einem Maus-Tumormodell verglichen. Zunächst fanden wir heraus, dass die Haut unabhängig davon, ob Laser- oder LED-Lichtquellen verwendet wurden, schnell durch NIR-Licht erhitzt wurde. Die Luftkühlung an der Oberfläche reduzierte den Temperaturanstieg. Es gab keine Assoziationen zwischen dem Anstieg der Hauttemperatur und dem Tumorvolumen des behandelten Tumors oder der APC-Konzentration. Zweitens untersuchten wir das Ausmaß der thermischen Schädigung der Haut bei verschiedenen Lichtdosen. Wir stellten Brandverletzungen einen Tag nach NIR-PIT fest, als die NIR-Lichtleistung über 600 mW/cm2 lag. Erfolgreiche Behandlungen bei niedrigerer Leistungsdichte konnten erreicht werden, wenn die gesamte vom Tumor absorbierte Lichtenergie gleich war, d.h. durch Verlängerung der Dauer der Lichtexposition. Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass thermische Verletzungen nach NIR-PIT vermieden werden können, indem entweder ein Kühlsystem eingesetzt oder die Lichtquellenleistungsdichte gesenkt und die Expositionszeit verlängert wird, sodass die gesamte Energie konstant bleibt. Somit sind thermische Schäden ein vermeidbarer Nebeneffekt von NIR-PIT.
Okuyama et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.