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Ätiologie, Übertragung und Schutz: Chlamydia trachomatis ist die Hauptursache für bakterielle sexuell übertragbare Infektionen (STIs) weltweit. Allerdings verursacht C. trachomatis auch Trachom in endemischen Gebieten, hauptsächlich in Afrika und im Nahen Osten, und ist eine der Hauptursachen für vermeidbare Erblindung weltweit. Epidemiologie, Inzidenz und Prävalenz: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich 131 Millionen neue Fälle von C. trachomatis Genitalinfektionen auftreten. Global ist die Infektion am häufigsten bei jungen Frauen und Männern (14-25 Jahre) zu finden, wahrscheinlich bedingt durch asymptomatische Infektionen, unzureichende Partnerbehandlungen und verzögerte Entwicklung einer schützenden Immunität. Pathologie/Symptomatologie: C. trachomatis infiziert anfällige platte übergangs- oder zylinderepitheliale Zellen, was zu Zervizitis bei Frauen und Urethritis bei Männern führt. Die Symptome sind oft mild oder fehlen ganz, aber aufsteigende Infektionen bei manchen Frauen können zu einer Beckenentzündung (PID) führen, was reproduktive Folgeschäden wie extrauterine Schwangerschaft, Unfruchtbarkeit und chronische Beckenschmerzen zur Folge hat. Komplikationen einer Infektion bei Männern umfassen Epididymitis und reaktive Arthritis. Molekulare Mechanismen der Infektion: Chlamydien manipulieren eine Reihe von Wirtsprozessen zur Unterstützung ihres obligaten intrazellulären Entwicklungszyklus. Dies führt zur Aktivierung von Signalwegen, die zu einem übermäßigen Zustrom von angeborenen Zellen und zur Freisetzung von Gewebeschädigenden Proteinen und pro-inflammatorischen Zytokinen führen. Behandlung und Heilbarkeit: Unkomplizierte urogenitale Infektionen werden mit Azithromycin (1 g, Einzeldosis) oder Doxycyclin (100 mg zweimal täglich x 7 Tage) behandelt. Allerdings verbessert eine antimikrobielle Behandlung nicht die bereits etablierte Erkrankung. Arzneimittelresistenz ist selten, jedoch wurden Behandlungsfehler beschrieben. Die Entwicklung eines effektiven Impfstoffs, der vor Erkrankungen des oberen Traktes schützt oder die Übertragung einschränkt, bleibt ein wichtiges Ziel.
O’Connell et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.
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