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Dieser Artikel untersucht den theoretischen Status latenter Variablen, wie sie in modernen Testtheoriemodellen verwendet werden. Zunächst wird argumentiert, dass eine konsistente Interpretation solcher Modelle eine realistische Ontologie für latente Variablen erfordert. Zweitens wird die Beziehung zwischen latenten Variablen und ihren Indikatoren diskutiert. Es wird behauptet, dass diese Beziehung als kausal interpretiert werden kann, aber dass sie in Messmodellen für interindividuelle Unterschiede nicht auf die Ebene der einzelnen Person zutrifft. Um intraindividuelle kausale Schlussfolgerungen zu untermauern, müssen individuelle Prozesslevel explizit im Messmodell dargestellt werden. Mehrere Forschungsstrategien, die in dieser Hinsicht nützlich sein können, werden diskutiert, und eine Typologie von Konstrukten wird auf der Grundlage dieser Analyse vorgeschlagen. Die Notwendigkeit, individuelle Prozesse mit latenten Variablenmodellen für interindividuelle Unterschiede zu verknüpfen, wird hervorgehoben.
Borsboom et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.