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Zusammenfassung Gamma‐Ray-Spektrometrie ist eine etablierte Methode in den Geo‐Wissenschaften. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Grundlagen der Gamma‐Ray-Spektrometrie, die für die Bodenkunde relevant sind, einschließlich grundlegender technischer Aspekte, und diskutiert Einflussfaktoren, Inkonsistenzen, Begrenzungen und offene Fragen im Zusammenhang mit der Methode. Die Gamma‐Ray-Spektrometrie beruht auf der Zählung von Gamma-Quanten während des Radioisotopenzerfalls von 40 K, 238 U und 232 Th, jedoch muss für die Zerfallsreihe von U und Th ein secular equilibrium gegeben sein, da die Zerfälle ihrer jeweiligen Tochter-Radionuklide zur Bestimmung herangezogen werden. Das sekulare Gleichgewicht für die Zerfallsreihe von U und Th ist jedoch nicht immer gegeben, was zu z.B. Anomalien in U-Konzentrationsmessungen führen kann. Für die Bodenkunde hat die Gamma‐Ray-Spektrometrie einen spezifischen Wert, da sie nicht nur ein Signal von der Landschaftsoberfläche erkennt, sondern Informationen über ein gewisses Volumen integriert. Darüber hinaus können unterschiedliche räumliche Skalen mit entweder bodengestützten oder luftgestützten Sensorik-Techniken abgedeckt werden. Zusammen mit anderen Fernerkundungsmethoden können Gamma-Signaturen umfassende Informationen zum Verständnis von Landschaftsbildungsprozessen und Verteilungen von Boden-Eigenschaften liefern. Zunächst hängen die Signale von der Zusammensetzung des Grundgesteins ab. Die Signale werden in zweiter Ordnung durch Verwitterungsprozesse verändert, was zu mehr Interpretationsmöglichkeiten und Herausforderungen führt. Aufgrund ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften verhalten sich Radionuklide in Böden unterschiedlich und ihre Eigenschaften können über die resultierenden Signaturen unterschieden werden. Daher sind Gamma-Signaturen von Böden spezifisch für lokale Umgebungen. Prozesse wie Bodenerosion können Gamma-Signale aus situativen Verwitterungen überlagern. Bodenkartierungen, verfügbare K- und Texturbestimmungen oder das Mapping von Torf und Bodenerosion sind mögliche Anwendungen, die in dieser Überprüfung diskutiert werden.
Reinhardt et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.