Intrahepatisches Cholangiokarzinom (iCCA) ist eine aggressive primäre Lebertumorerkrankung mit steigender Inzidenz und schlechten Ergebnissen. Die meisten Patienten präsentieren sich mit chirurgisch nicht resezierbaren Erkrankungen, wobei die Mortalität häufig durch die intrahepatische Tumorlast und Leberversagen bedingt ist, was die lokale Kontrolle (LC) zu einem zentralen Behandlungsziel macht. Die externe Strahlentherapie (EBRT) spielt eine wachsende Rolle in der multidisziplinären Versorgung, ermöglicht durch moderne Planungs-, Bildführungs- und Bewegungsmanagementtechniken, die eine sichere Dosissteigerung erlauben. In definitiven EBRT-Studien wird eine konsistente Dosis-Wirkungs-Beziehung beobachtet. Höhere biologisch effektive Dosen (BED) sind mit verbesserten Ergebnissen assoziiert, wobei BED > 80,5 Gy überlegene 3-Jahres-LC- und Gesamtüberlebensraten (OS) im Vergleich zu niedrigeren Dosierungen erzielen. Bei dosissteigernden Ansätzen wurden 2-Jahres-LC-Raten von 80–90% und ein medianes OS von 20–30 Monaten bei ausgewählten Patienten berichtet. Fortgeschrittene Technologien wie Protonenstrahltherapie und MR-gesteuerte Strahlentherapie könnten das therapeutische Verhältnis weiter verbessern, mit berichteten toxischen Raten von Grad 3 oder höher unter 8% und ein- bis zweijährigen LC-Raten von über 90% in PBT-Studien. Über die definitive Therapie hinaus trägt EBRT zur Tumorreduktion bei, was bei etwa 10–30% der ursprünglich nicht resezierbaren Patienten die chirurgische Resektion ermöglicht, und könnte das Überleben bei ausgewählten metastatischen oder leberdominanten Erkrankungen verbessern. Daten aus frühen Phasen, die EBRT mit Immun-Checkpoint-Inhibition kombinieren, treten auf und verdienen eine prospektive Validierung.
Hotca et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.