Chlorfenapyr ist ein breit wirkendes Pyrrol-Insektizid. Es wirkt als Pro-Insektizid und wird zu Tralopyril metabolisiert. Die akute Chlorfenapyr-Vergiftung beim Menschen ist wenig verstanden, und das optimale Management nach akuter Exposition ist unklar. Diese Übersicht charakterisiert die akute Chlorfenapyr-Vergiftung beim Menschen, mit Fokus auf ihre Mechanismen, klinische Präsentation, Laborbefunde, bildgebende Ergebnisse und Behandlungsstrategien. Es wurden 56 Artikel identifiziert. Wir führten eine Literaturrecherche unter Verwendung der Datenbanken PubMed, Web of Science, Google Scholar und SpringerLink durch. Die Chlorfenapyr-Vergiftung kann eine Latenzzeit von bis zu 14 Tagen aufweisen und eine allmähliche Verschlechterung über mehrere Stunden bis Tage verursachen, was zu erheblichen Morbiditätsraten und sogar Tod führen kann. Ein ernstzunehmendes klinisches Zeichen ist die Entwicklung von Hyperthermie, wahrscheinlich bedingt durch die Entkopplung der oxidativen Phosphorylierung durch Tralopyril. Die Vergiftung ist gekennzeichnet durch verzögerte neurologische Symptome und eine hohe Letalität. Laboruntersuchungen zeigen häufig erhöhte Werte von Kreatinkinase, hepatischen Aminotransferasen und Laktatdehydrogenase. Bis heute gibt es kein spezifisches Antidot, und die Behandlung bleibt unterstützend. Bei der Behandlung von Fällen akuter Chlorfenapyr-Vergiftung müssen Ärzte die potenzielle Latenzzeit der Wirkungen des Toxins berücksichtigen. Das bedeutet, dass selbst wenn ein Patient zunächst positiv auf die Behandlung anspricht, die medizinische Betreuung wachsam bleiben muss und nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Patient vollständig sicher ist. Kontinuierliche Überwachung und Bewertung sind essenziell, da Symptome auch nach der initialen Behandlungsphase noch auftreten können.
Ahmed et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.