Key points are not available for this paper at this time.
Zweck dieses Artikels ist es, Rosabeth Moss Kanters Arbeit zum Thema Tokenismus im Lichte von mehr als einem Jahrzehnt Forschung und Diskussion zu bewerten. Während Kanter argumentierte, dass Leistungsdruck, soziale Isolation und Rolleneinkapselung die Folgen einer unverhältnismäßigen Zahl von Frauen und Männern am Arbeitsplatz seien, kommt eine Überprüfung empirischer Daten zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse nur für token Frauen in geschlechterunangemessenen Berufen auftreten. Darüber hinaus scheiterte Kanters Betonung der Zahlenbalance als Strategie für sozialen Wandel daran, eine Gegenreaktion von Dominanten vorauszusehen. Blalocks Theorie der Eindringlichkeit legt nahe, dass ein Anstieg der Zahl von Mitgliedern mit niedrigerem Status die Dominanten bedroht und damit die Geschlechterdiskriminierung in Form von sexueller Belästigung, Lohndiskrepanzen und begrenzten Beförderungsmöglichkeiten erhöht. Obwohl Kanters Analyse der individuellen Folgen von Tokenismus für Forscher und Agenten des organisatorischen Wandels überzeugend war, vernachlässigt die fortgesetzte Abhängigkeit von Zahlen als theoretische Ursache für und als Lösung der Geschlechterdiskriminierung am Arbeitsplatz die Komplexität der Geschlechterintegration.
Janice D. Yoder (Sa,) hat diese Frage untersucht.