This exploration demonstrates potential uses of augmented reality for engaging with colonial monuments, suggesting innovative perspectives on memory work.
Dieser Beitrag befasst sich mit dem Potenzial von Augmented Reality (AR) in der Auseinandersetzung mit Denkmälern oder Orten, die Bezüge zur deutschen Kolonialgeschichte aufweisen. Anhand eines sich in Entwicklung befindenden AR-Projekts zum Düsseldorfer Kolonialkriegerdenkmal werden Möglichkeiten von AR in der postkolonialen Erinnerungsarbeit benannt. Dabei stehen die Prinzipien der Multiperspektivität, der Involviertheit und der Unabgeschlossenheit im Vordergrund, durch die sowohl die distanzierte Vogelperspektive ethnologischer Ausstellungspraktiken, wie auch die Idee der atmosphärischen Zeitreise, wie sie häufig in virtueller Gedächtnisarbeit versprochen wird, umgangen werden können. Stattdessen gilt es, vielschichtige und kritische Erfahrungsräume zu öffnen, in denen unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen und dass die heutige Aktualität und Problematik dargestellt werden. Dieser Ansatz reagiert auf Kontroversen um problematische Denkmäler, die bisher kaum zufriedenstellende Ergebnisse hervorgebracht haben, da es nur wenige realisierte Vorschläge gibt, die über Gedenktafeln oder mit Websites verknüpfte QR-Codes hinausgehen. Wir betrachten AR als einen zumindest virtuellen Weg, um bei einem problematischen Denkmal vor Ort zu intervenieren. AR kann für nichtlineare und interaktive Erzählweisen genutzt werden, die im Gegensatz zur impliziten Objektivität linearer, erläuternder Texte auf Tafeln und den meisten Websites stehen.
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Fehrenbacher et al. (2026) studied this question.
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