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Medizinische Bildgebungstechnologien haben in den letzten Jahrzehnten ein explosives Wachstum erlebt und spielen nun eine zentrale Rolle in der klinischen Onkologie. Doch die wirklich transformative Kraft der Bildgebung in der klinischen Behandlung von Krebspatienten liegt noch vor uns. Heute steht die Bildgebung an einem Scheideweg, wobei molekular gezielte Bildgebungsagentien erwartet werden, die die Möglichkeiten konventioneller anatomischer Bildgebungsverfahren weitreichend erweitern. Die molekulare Bildgebung wird es Klinikern ermöglichen, nicht nur zu sehen, wo sich ein Tumor im Körper befindet, sondern auch die Expression und Aktivität spezifischer Moleküle (z.B. Proteasen und Proteinkinasen) sowie biologischer Prozesse (z.B. Apoptose, Angiogenese und Metastasierung), die das Tumorverhalten und/oder die Reaktion auf die Therapie beeinflussen, zu visualisieren. Diese Informationen werden voraussichtlich große Auswirkungen auf die Krebsdiagnose, die individualisierte Behandlung und die Arzneimittelentwicklung sowie auf unser Verständnis darüber, wie Krebs entsteht, haben.
Ralph Weissleder (Freitag) untersuchte diese Frage.