Die Initiative von Donald Trump, die russisch-amerikanischen Beziehungen durch die Beilegung der Ukrainekrise mit teilweiser Berücksichtigung der russischen Forderungen wiederherzustellen, schien überraschend und wurde als eine Art Wende in der amerikanischen Außenpolitik beschrieben. Allerdings stellt sich die Frage, nicht nur welchen Einfluss solche Wendepunkte auf bilaterale und/oder internationale Beziehungen haben können, sondern auch, ob sie ohne größere Konsequenzen durchgeführt werden können. Auf der einen Seite ist die Ukrainekrise komplex; sie bestimmt entscheidend die Sicherheit des Kontinents, und daher sind die europäischen Länder an ihrer Lösung interessiert. Auf der anderen Seite ist nach vier Jahren der Konfrontation das Vertrauen zwischen Russland und dem kollektiven Westen zerstört worden, und es braucht Zeit, um es wiederherzustellen. Diese Forschung untersucht die Gründe und den Umfang von Donald Trumps Initiative. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem öffentlich angekündigten Wunsch, zu Frieden und einer Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen beizutragen, und den Realitäten, die aus der Schaffung eines Machtgleichgewichts durch Konfrontation entstehen. Das Papier besteht aus fünf Teilen. Der einleitende Abschnitt erklärt die theoretischen und methodologischen Rahmenbedingungen, präsentiert die Forschungsfrage und Hypothese und definiert das Konzept der "kontrollierten Konfrontation". Der zweite Teil beschreibt den Prozess, durch den ein absoluter Vertrauensbruch zwischen Russland und den USA zu einer Eskalation der Konfrontation führte. Der dritte Teil untersucht Änderungen in der russischen Außenpolitik-Konzeption, und der vierte Teil analysiert, wie das Wachstum des Misstrauens und die Veränderungen in den doktrinären Dokumenten zum Missverständnis beitrugen. Der letzte Teil sind die abschließenden Bemerkungen.
Dušan Proroković (Do,) hat diese Frage untersucht.
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