ZUSAMMENFASSUNG Diese Studie integriert elektrische Widerstandsbildgebung (Electrical Resistivity Imaging, ERI), vertikale elektrische Widerstandsmessung, Multikanalanalyse von Oberflächenwellen (MASW) und den Standard-Penetrationstest (SPT), um die unterirdische Stratigraphie und die Tragfähigkeit des Fundaments an einem geplanten Baustandort in Hosanna, Zentraläthiopien, zu bewerten. Ziel der Untersuchung ist es, die Variabilität der Bodesteifigkeit zu charakterisieren und die Eignung für bauliche Fundamente in einem Gelände zu beurteilen, das von heterogenen residualen Böden über vulkanischen Formationen dominiert wird. Die ERI-Ergebnisse grenzen zudem Zonen mit niedrigem Widerstand ab, die tonreiche Bereiche (ca. 120 Ω·m) mit verbesserter Fundamentleistung darstellen. MASW-Ergebnisse zeigen V_s-Werte von 160 m/s bis 275 m/s an, die zulässigen Tragfähigkeiten zwischen 91 kPa und 165 kPa entsprechen. Es wird eine lineare Beziehung zwischen q_all und V_s erhalten (q_all = 0,5933 V_s, R^2 = 0,8085), was eine starke Abhängigkeit der Tragfähigkeit von der Bodesteifigkeit bestätigt. Die SPT-Daten wurden verwendet, um die zulässige Tragfähigkeit (q_all) in Fundamenttiefen von 3,0 m, 5,5 m und 8,0 m zu schätzen, während MASW-abgeleitete Scherwellengeschwindigkeiten (V_s) und ERI-Widerstandsdaten für eine unabhängige geotechnische Validierung herangezogen wurden. Die Böden sind gemäß Unified Soil Classification System (USCS) als MH, ML und SP klassifiziert. Die SPT-Ergebnisse zeigen eine starke lineare Korrelation zwischen q_all und korrigierten SPT N-Werten bzw. (N1)60, ausgedrückt als q_all = 17,289 (N1)60 mit R^2 = 0,9564, was darauf hinweist, dass SPT etwa 95,6 % der Variabilität der Tragfähigkeit erklärt. Die geschätzte q_all reicht von 133 kPa bis 510 kPa und nimmt mit Tiefe und Bodendichte zu. Schwache MH/ML-Böden dominieren die flacheren Tiefen, während kompetentere SP- und verwitterte vulkanische Einheiten in größeren Tiefen auftreten. Insgesamt zeigt der Standort mäßige bis gute Fundamentbedingungen, mit empfohlenen Bauzonen, in denen V_s über 200 m/s und q_all über 150–200 kPa liegen, während schwache Zonen mit niedrigem Widerstand gemieden oder vor der Bebauung verbessert werden sollten.
Ayele et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.