Die MÖglichkeit, eine beidseitige InnenohrschwerhÖrigkeit mit Steroiden oder Cyclophosphamid zu heilen, erregte durch die Mitteilung McCabes (1979) einiges Aufsehen, wenngleich Ähnliche Beobachtungen im Einzelfall auch vorher schon angestellt worden waren. Seine pathomechanistische Vorstellung einer «Autoimmun-InnenohrschwerhÖrigkeit» wurde begeistert aufgegriffen, und viele experimentelle und klinische Arbeitsgruppen sind seitdem darum bemÜht, den Beweis fÜr die Existenz einer Autoimmunerkrankung des Innenohres zu erbringen. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, die strengen Kriterien, welche von den Immunologen und Immunpathologen fÜr die Definition einer Autoimmunerkrankung gefordert werden, auf bestimmte Innenohrer-krankungen zu Übertragen. An einigen exemplarischen klinischen Fallbeispielen werden eindrÜckliche HÖrverbesserungen sowohl mit als auch ohne Steroidtherapie aufgezeigt. Es scheint tatsÄchlich eine Gruppe von Innenohr-schwerhÖrigkeiten zu existieren, die besonders gut auf Steroide anspricht und fÜr die wir die Bezeichnung «kortisonsensible InnenohrschwerhÖrigkeit» vorschlagen. Dieser Begriff impliziert nicht zwangslÄufig das Einordnen in einen noch nicht vollstÄndig aufgeklÄrten Immunpathomechanismus.
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Vischer et al. (2010) studied this question.
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