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Dieser Artikel erklärt, wie die Konsensentscheidungsfindung in der Praxis im Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen/Welthandelsorganisation (GATT/WTO) funktioniert hat. Wenn GATT/WTO-Verhandlungen gesetzlich basiert sind, sind Konsensergebnisse Pareto-verbessernd und grob symmetrisch. Wenn Verhandlungen machtbasiert sind, bringen Staaten Machtinstrumente zur Anwendung, die außerhalb der Regeln liegen, was den Prozess unsichtbar gewichtet und Konsensergebnisse erzeugt, die asymmetrisch sind und möglicherweise nicht Pareto-verbessernd. Empirische Analysen zeigen, dass obwohl Handelsrunden durch gesetzlich basierte Verhandlungen initiiert wurden, harte Gesetze erzeugt werden, wenn eine Runde geschlossen wird, und Runden durch machtbasiertes Verhandeln geschlossen wurden. Die Festlegung der Agenda hat im Schatten dieser Macht stattgefunden und wurde von der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten dominiert. Die Entscheidungsregeln wurden aufrechterhalten, da sie dazu beitragen, Informationen zu generieren, die von mächtigen Staaten im Prozess der Agenda-Festlegung genutzt werden. Die Konsensentscheidungsfindung im GATT/WTO ist organisierte Heuchelei, die es ermöglicht, an der instrumentellen Realität asymmetrischer Macht und dem Prinzip der souveränen Gleichheit, auf dem die Konsensentscheidungsfindung angeblich basiert, festzuhalten.
Richard H. Steinberg (Dienstag) hat diese Frage untersucht.