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HINTERGRUND: Die kognitiven, Verhaltens- und Stimmungseffekte von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptorantagonisten, wie Phencyclidin und Ketamin, wurden genutzt, um die Auswirkungen einer NMDA-Rezeptordysfunktion zu untersuchen. Die pharmakologische Modulation der Effekte von NMDA-Rezeptorantagonisten, wie Ketamin, könnte zur Entwicklung neuartiger Therapeutika für psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie führen. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass einige Ketamineffekte möglicherweise durch eine erhöhte Glutamatfreisetzung vermittelt werden. In dieser Studie testeten wir die Hypothese, dass Lamotrigin, ein Medikament, das die Glutamatfreisetzung hemmt, die neuropsychiatrischen Effekte von Ketamin bei Menschen reduzieren wird. METHODE: Gesunde Probanden (n = 16) absolvierten 4 Testtage, an denen Lamotrigin, 300 mg oral, oder Placebo 2 Stunden vor der Verabreichung von Ketamin (0.26 mg/kg intravenös als Bolus und 0.65 mg/kg pro Stunde intravenös als Infusion) oder Placebo in randomisierter Reihenfolge unter doppelblinden Bedingungen verabreicht wurden. Verhalten und kognitive Bewertungen wurden zu Beginn und nach der Verabreichung der Medikamente durchgeführt. ERGEBNISSE: Lamotrigin verringerte signifikant die durch Ketamin induzierten Wahrnehmungsstörungen, bewertet mit der Clinician-Administered Dissociative States Scale (P<.001); positive Symptome der Schizophrenie, bewertet mit der Brief Psychiatric Rating Scale positive symptoms subscale (P<.001); negative Symptome, bewertet mit der Brief Psychiatric Rating Scale negative symptoms subscale (P<.05); sowie Lern- und Gedächtnisstörungen, bewertet mit dem Hopkins Verbal Learning Test (P<.05). Lamotrigin erhöhte jedoch die unmittelbaren stimmungsaufhellenden Effekte von Ketamin (P<.05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Glutamatfreisetzungshemmende Medikamente könnten die hyperglutamatergischen Folgen der NMDA-Rezeptordysfunktion, die an den pathophysiologischen Prozessen neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Schizophrenie beteiligt sind, reduzieren. Weitere Studien sind erforderlich.
Anand et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.