ZUSAMMENFASSUNG Der globale Energiesektor befindet sich im Übergang von konventionellen Energiequellen zu saubereren und nachhaltigeren Alternativen; jedoch untergraben weiterhin bestehende strukturelle und soziale Barrieren Gerechtigkeit und Inklusivität in diesem Übergang. Diese Studie untersucht, wie Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit und sozialen Inklusion (GESI) sowie der Energie-Gerechtigkeit (EJ) in Energiepolitikrahmen reflektiert werden und welche Auswirkungen dies auf faire Energiewenden hat. Anhand einer thematischen Literaturanalyse kombiniert mit einer semi-quantitativen Inhaltsanalyse nationaler Energiepolitiken ausgewählter südasiatischer und afrikanischer Länder bewertet die Studie, inwieweit diese Politiken GESI- und EJ-Dimensionen integrieren. Die Ergebnisse zeigen starke konzeptuelle Verknüpfungen zwischen GESI und EJ, verdeutlichen jedoch, dass bestehende nationale Energiepolitiken distributive, prozedurale und anerkennungsbezogene Gerechtigkeit insbesondere für marginalisierte soziale Gruppen unzureichend adressieren. Daher besteht das Risiko, dass aktuelle politische Rahmen trotz des Ausbaus erneuerbarer Energiesysteme bestehende soziale und strukturelle Ungleichheiten verstärken. Durch die Identifikation spezifischer politischer Lücken und die systematische Bewertung der Integration von GESI- und EJ-Prinzipien liefert diese Studie empirische Einblicke, die eine inklusive, kontextsensible Gestaltung von Energiepolitik informieren und die Förderung sozial gerechter Energiewenden unterstützen, die mit den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) in Einklang stehen.
Dissanayake et al. (Fri,) haben diese Fragestellung untersucht.
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