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Der Verlust der Integrität und Funktion der fetalen Membran (FM) zu einem frühen Zeitpunkt während der Schwangerschaft kann katastrophale Folgen für den Fötus und das Neugeborene haben. Biomaterialien zur präventiven Abdichtung und Heilung von FMs sind derzeit jedoch nicht verfügbar, was teilweise auf das derzeit fragmentarische Wissen über die FM-Biologie zurückzuführen ist. Trotz jüngster Fortschritte in der Proteomanalyse fehlt derzeit eine robuste und umfassende Beschreibung des Amnion-Proteoms. Hier präsentieren wir durch eine optimierte Probenaufbereitung und Offline-Fraktionierung vor der Flüssigchromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie (LC-MS) eine Charakterisierung des gesunden menschlichen Terminamnion-Proteoms, das mehr als 40 % der zuvor in ähnlichen RNA-Sequenzierungsdatensätzen berichteten Transkripte abdeckt und mit mehr als 5000 Identifikationen deutlich frühere Berichte übertrifft. Darüber hinaus bildet dieses umfassende menschliche Amnion-Proteom eine Grundlage für die Untersuchung von beeinträchtigten und vorzeitig gerissenen FMs und ist ein erster Schritt zur Entwicklung neuartiger heilungsinduzierender Biomaterialien. Der proteomische Datensatz wurde im ProteomeXchange-Konsortium mit der Kennung PXD019410 hinterlegt.
Avilla‐Royo et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.