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In den letzten Jahren wurden eine Reihe von molekularen Markern in der klinischen Hämatologie entwickelt, die meisten davon in Zusammenhang mit spezifischen Genfehlern. Es besteht jedoch auch ein unbefriedigter Bedarf, neuartige serologische Parameter zu entwickeln, um die Diagnostik und Prognose in der täglichen Praxis zu verbessern. Unter diesen scheint die Serum-Tryptase ein sehr verlässlicher Biomarker für myeloide Neoplasien zu sein. Erhöhte Tryptasewerte werden in Subgruppen von Patienten mit Mastocytose, myelodysplastischem Syndrom, myeloproliferativer Neoplasie, akuter myeloischer Leukämie, chronischer myeloischer Leukämie und chronischer eosinophiler Leukämie festgestellt. Bei diesen Patienten hat der Tryptasewert eine diagnostische und/oder prognostische Bedeutung. Bei der Mastocytose ist ein erhöhter Tryptasewert ein minderes Kriterium für eine systemische Erkrankung, und bei BCR-ABL1(+) chronischer myeloischer Leukämie korreliert eine erhöhte Tryptase bei der Diagnose mit Therapieansprechen und Überlebensraten. Bei Patienten mit erhöhter Tryptase dient das Enzym auch als Nachsorgeparameter und kann verwendet werden, um Therapieansprechen zu messen. In diesem Artikel überprüfen und aktualisieren wir die Perspektiven der Tryptase und geben Empfehlungen für die Verwendung dieses konventionellen Biomarkers in der täglichen Praxis.
Valent et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.