Hintergrund: Akute Lungenembolie (LE) stellt eine wesentliche Ursache für kardiovaskuläre Mortalität dar und erfordert häufig eine schnelle Intervention, die oft der definitiven Diagnose vorausgeht. Während traditionelle Risikofaktoren wie Immobilisation, Malignität und Thrombophilie gut etabliert sind, präsentiert sich die LE selten als diagnostisches Mimikum des akuten Koronarsyndroms (ACS). Methoden: Wir berichten über einen 59-jährigen männlichen Patienten mit Symptomen und Elektrodiagramm (EKG)-Befunden, die stark auf ACS hindeuten. Eine Notfallkatheterisation des linken Herzens ergab keine obstruktive koronare Herzkrankheit (KHK). Eine anschließende Computertomographie (CT) der Brust identifizierte umfangreiche bilaterale Lungenembolien in den segmentalen Arterien. Die retrospektive Anamnese ergab eine kürzliche prolongierte Immobilisation als primären provozierenden Faktor. Ergebnisse: Der Patient wurde stabilisiert und auf orale Antikoagulation (Apixaban) umgestellt. Er wurde in stabiler Verfassung für eine ambulante kardiovaskuläre Nachsorge entlassen. Schlussfolgerung: Durch LE induzierte Belastung des rechten Ventrikels kann sich mit EKG-Veränderungen manifestieren, die ACS eng simulieren und eine erhebliche diagnostische Herausforderung darstellen. Ärzte sollten bei Patienten mit atypischen ACS-Merkmalen auch an LE denken. Die Standardisierung von Managementprotokollen für die mit LE assoziierte Herzbelastung sollte in Betracht gezogen werden, um diagnostische Verzögerungen zu vermeiden und die klinischen Ergebnisse zu optimieren.
Gorbut et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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