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HINTERGRUND: Der Wert der Chemotherapie nach der standardmäßigen postoperative Bestrahlung mittels externem Bestrahlung in der Behandlung von malignen Gliomen bleibt umstritten. Trotz der jüngsten Empfehlungen der Brain Tumor Cooperative Group, dass Chemotherapie als Teil der Standardbehandlung von Patienten mit hochgradigen Astrozytomen in Betracht gezogen werden sollte, haben mehrere aktuelle Studien die Wirksamkeit dieses Ansatzes in Frage gestellt. METHODEN: Basierend auf den Ergebnissen von 16 randomisierten klinischen Studien mit mehr als 3000 Patienten verglichen die Autoren die Überlebensraten von Patienten, die lediglich Strahlentherapie oder Strahlentherapie mit Chemotherapie erhielten. Die kombinierten Daten wurden mit der statistischen Methode der Meta-Analyse analysiert, wie von DerSimonian und Laird beschrieben. ERGEBNISSE: Die geschätzte Überlebenssteigerung für Patienten, die mit kombinierter Strahlentherapie und Chemotherapie behandelt wurden, betrug 10,1% nach 1 Jahr (95% Konfidenzintervall, 6,8, 13,3%) und 8,6% nach 2 Jahren (5,2, 12,0%). Diese absoluten Überlebenssteigerungen (behandelt-kontroll TC) bei Patienten, die mit Chemotherapie behandelt wurden, entsprechen relativen Erhöhungen (T-C)/C von 23,4% nach 1 Jahr (15,8, 30,9%) und 52,4% nach 2 Jahren (31,7, 73,2%). Dieser Überlebensvorteil wird durch mehrere verschiedene chemotherapeutische Mittel vermittelt. Wenn jedoch die prognostischen Variablen Alter und Histologie in die Analyse einbezogen werden, deuten die Daten darauf hin, dass der Überlebensvorteil durch Chemotherapie früher bei Patienten mit anaplastischem Astrozytom (AA) auftritt als bei Patienten mit Glioblastom. FAZIT: Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Chemotherapie für Patienten mit malignen Gliomen vorteilhaft ist und als Teil des standardmäßigen Therapieplans in Betracht gezogen werden sollte. Zusätzliche randomisierte Studien unter Verwendung optimaler Strahlung und Chemotherapie könnten weiterhin erforderlich sein, um genau zu definieren, welche Patientengruppen, basierend auf prognostischen Variablen, am meisten von Chemotherapie nach Strahlung profitieren werden.
Fine et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.