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Es wurde vorgeschlagen, dass der sogenannte Übergang zweiter Ordnung in Hochpolymeren kein Gleichgewichtphänomen, d.h. eine echte thermodynamische Singularität, ist, sondern vielmehr ein Geschwindigkeits-Effect. Bestätigungen dieser Sichtweise wurden durch die Bestimmung der Gleichgewichtsvolumen-Temperaturkurve von Polystyrol erhalten. Solche Gleichgewichtskurven zeigen innerhalb des Bereichs von 20° bis 140°C keinen Übergang, während dasselbe Material bei üblichen Heizgeschwindigkeiten in Wärmeausdehnungsmessungen einen Übergang bei etwa 82°C zeigt. Zwei Fakten scheinen mit der viskosen Fließinterpretation des thermischen Ausdehnungsprozesses übereinzustimmen: Erstens wurde festgestellt, dass zwei Mechanismen bei deutlich unterschiedlichen Geschwindigkeiten wirken. Einer zeigte fast sofortige Ausdehnung, sogar bei Raumtemperatur, während der andere in diesem Bereich stark temperaturabhängig war und bei Raumtemperatur extrem langsam war. Zweitens wurde die Aktivierungsenergie für den langsameren Mechanismus als in der Größenordnung derjenigen für viskoses Fließen festgestellt, was erheblich niedriger ist als die Aktivierungsenergie für gummiartige Elastizität. Volumen-Temperaturkurven bei endlichen Heizgeschwindigkeiten werden im Lichte dieser Erkenntnisse diskutiert.
Spencer et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.