Key points are not available for this paper at this time.
Hintergrund: Die Prävalenz des Springersknies in verschiedenen Sportarten wurde nicht untersucht, und es ist nicht bekannt, ob es einen Geschlechtsunterschied gibt. Daten aus chirurgischen Fallserien deuten darauf hin, dass es eine hohe Prävalenz in Sportarten mit hohen Geschwindigkeits- und Kraftanforderungen geben könnte. Hypothese: Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz des Springersknies in verschiedenen Sportarten bei männlichen und weiblichen Athleten zu schätzen und die Prävalenz mit den Belastungseigenschaften des Streckmechanismus in diesen Sportarten zu korrelieren. Studiendesign: Querschnittsstudie; Evidenzlevel 4. Methoden: Die Autoren untersuchten etwa 50 norwegische männliche und weibliche Athleten auf nationaler Eliteebene aus den folgenden 9 Sportarten: Leichtathletik (männliche Athleten: Hochsprung, 100- und 200-Meter-Sprint), Basketball (männliche Athleten), Eishockey (männliche Athleten), Volleyball (männliche Athleten), Orientierungslauf (männliche Athleten), Straßenradsport (männliche Athleten), Fußball (männliche und weibliche Athleten), Mannschaftshandball (männliche und weibliche Athleten) und Ringen (männliche Athleten). Die Untersuchung umfasste ein Interview über individuelle Merkmale (Gewicht, Alter, Größe und Trainingshintergrund), eine klinische Untersuchung und einen selbst aufgezeichneten Victoria Institute of Sport Assessment Score von 0 (schlechteste) bis 100 (beste). Ergebnisse: Die Gesamtprävalenz des aktuellen Springersknies betrug 14,2 % (87 von 613 Athleten), mit einem signifikanten Unterschied zwischen Sportarten mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen (Bereich: 0 % - 45 %). Darüber hinaus berichteten 51 Athleten (8 %) von früheren Symptomen. Die Prävalenz aktueller Symptome war im Volleyball (44,6 % ± 6,6 %) und Basketball (31,9 % ± 6,8 %) am höchsten, während es keine Fälle im Radfahren oder Orientierungslaufen gab. Die Prävalenz des aktuellen Springersknies war bei Frauen geringer (5,6 % ± 2,2 %) im Vergleich zu Männern (13,5 % ± 3,0 %; χ 2-Test, P = 0,042). Die Dauer der Symptome bei Athleten mit aktuellem Springersknie (n = 87) betrug 32 ± 25 (Standardabweichung) Monate, mit einem Victoria Institute of Sport Assessment Score von 64 ± 19. Fazit: Die Prävalenz des Springersknies ist in Sportarten hoch, die durch hohe Anforderungen an Schnelligkeit und Kraft für die Beinstrecker gekennzeichnet sind. Die Symptome sind oft schwerwiegend und führen zu einer langfristigen Beeinträchtigung der sportlichen Leistung.
Lian et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.