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ZIELE: Bessere Indikatoren aus erschwinglichen, nachhaltigen Datenquellen sind erforderlich, um die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung durch muskuloskelettale Erkrankungen zu überwachen. Wir schlagen fünf Indikatoren für die muskuloskelettale Gesundheit vor und haben untersucht, ob routinemäßig verfügbare elektronische Patientenakten (EHR) der primären Versorgung die Bevölkerungsniveaus bei muskuloskelettalen Konsultationen schätzen können. METHODEN: Wir haben validierte patientenberichtete Maße zu Schmerzempfindungen, Funktion und Gesundheitszustand durch eine lokale Umfrage unter Erwachsenen (≥35 Jahre) gesammelt, die über 12 Monate in englischen Hausarztpraxen wegen Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Osteoarthritis und anderen regionalen muskuloskelettalen Erkrankungen vorstellig wurden. Anhand von EHR-Daten leiteten und validierten wir Modelle zur Schätzung der Bevölkerungsniveaus von fünf selbstberichteten Indikatoren: Prävalenz von hochgradigen chronischen Schmerzen, allgemeine muskuloskelettale Gesundheit (basierend auf dem Musculoskeletal Health Questionnaire), Lebensqualität (basierend auf dem EuroQoL-Gesundheitsnutzenmaß) sowie Prävalenz von mäßigen bis schweren Rückenschmerzen und mäßigen bis schweren Schulterschmerzen. Wir wandten die Modelle auf eine nationale EHR-Datenbank (Clinical Practice Research Datalink) an, um nationale Schätzungen für jeden Indikator für drei aufeinanderfolgende Jahre zu erhalten. ERGEBNISSE: Die optimalen Modelle umfassten erfasste Demografie, Benachteiligung, Konsultationshäufigkeit, Verschreibungen von Schmerzmitteln und Antidepressiva sowie Multimorbidität. Durch die Anwendung der Modelle auf nationale EHR schätzten wir, dass 31,9 % der Erwachsenen (≥35 Jahre), die 2016/17 in England mit nicht-inflammatorischen muskuloskelettalen Erkrankungen vorstellig wurden, hochgradige chronische Schmerzen erlebten. Die geschätzten Gesundheitsniveaus der Bevölkerung waren bei Frauen, älteren Personen und in den am stärksten benachteiligten Nachbarschaften schlechter und änderten sich über 3 Jahre wenig. FAZIT: Nationale und subnationale Schätzungen für eine Reihe subjektiver Indikatoren für nicht-inflammatorische muskuloskelettale Gesundheitszustände können unter Verwendung von Informationen aus routinemäßigen elektronischen Gesundheitsakten gewonnen werden.
Yu et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.