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ZIEL: Zu bewerten, ob die intraoperative subkutane Wundspülung mit 0,04% Polyhexanid die chirurgische Wundinfektion (SSI) bei elektiven Laparotomien im Vergleich zu Kochsalzlösung reduzieren kann. HINTERGRUND: SSI ist eine häufige Komplikation nach gastrointestinaler Chirurgie. Bis heute gibt es keinen Nachweis, ob subkutane Wundspülung in Bezug auf die Reduktion von SSI vorteilhaft ist. METHODEN: Die RECIPE-Studie war eine vom Untersucher initiierte, einzentral, einfach-blinde prospektive, randomisierte kontrollierte Studie mit 2 parallelen Behandlungsgruppen, die die Wundspülung mit 0,9% Kochsalzlösung und der antiseptischen 0,04% Polyhexanid-Lösung bei elektiven Laparotomien verglich. Primärer Endpunkt war die Rate der SSI innerhalb von 30 Tagen postoperativ gemäß den Kriterien der Centers for Disease Control and Prevention. ERGEBNISSE: Zwischen dem 02. Februar 2015 und dem 23. Mai 2018 wurden 456 Patienten zufällig Kochsalzlösung (n = 228) oder Polyhexanid (n = 228) zugewiesen. Die endgültige Kohorte für die Analyse umfasste 393 Patienten (202 in der Kochsalz- und 191 in der Polyhexanid-Gruppe). Die Gesamt-SSI-Rate betrug 28,2%, n = 111. Eine einfache Analyse mit Kreuztabellierung ergab, dass signifikant weniger SSIs in der Polyhexanid-Gruppe auftraten: n = 70 (34,7%) versus n = 41 (21,5%); P = 0,004. In einem multiplen logistischen Regressionsmodell war der Faktor Wundspülung mit Polyhexanid [Odds Ratio (OR) 0,44; 95% Konfidenzintervall (CI) 0,27-0,72; P = 0,001] mit einer Risikominderung von SSI assoziiert. Präoperative Anämie (OR 2,08; 95% CI 1,27-3,40; P = 0,004) und mehr als 5 vorherige abdominale Operationen im Vergleich zu keiner (OR 8,51; 95% CI 2,57-28,21; P < 0,001) waren mit SSI assoziiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die intraoperative subkutane Wundspülung mit antiseptischer 0,04% Polyhexanid-Lösung ist effektiv bei der Reduzierung von SSI nach elektiven Laparotomien.
Strobel et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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