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Frühere Forschung zur Intervention von Passanten hat ergeben, dass die Präsenz anderer Passanten das Hilfsverhalten in einem Notfall verringert (Passanten-Effekt). Diese Forschung wurde hauptsächlich im Kontext von nicht gefährlichen, nicht gewalttätigen Notfällen durchgeführt. Wir hypothisieren, dass der klassische Passanten-Effekt in gefährlicheren Situationen nicht auftritt, weil: a) sie schneller erkannt werden und klarer als Notfallsituationen wahrgenommen werden; und b) höhere Kosten für das Verweigern von Hilfe die akzeptierten Kosten für Hilfe erhöhen. Folgendem Argument folgend, testet die vorliegende Forschung, ob der Passanten-Effekt durch den Grad der potenziellen Gefahr der Notlage beeinflusst wird. Die Ergebnisse unterstützten unsere Erwartungen: In Situationen mit geringer potenzieller Gefahr wurde in der einsamen Bedingung mehr geholfen als in der Passanten-Bedingung. In Situationen mit hoher potenzieller Gefahr waren die Teilnehmer, die allein oder in der Gegenwart eines anderen Passanten mit einem Notfall konfrontiert waren, jedoch ebenso wahrscheinlich bereit zu helfen.
Fischer et al. (Mon,) studied this question.