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Der aktuelle internationale Rahmen zum Schutz von Migranten und Flüchtlingen wird oft als fragmentarisch kritisiert, mit einer Vielzahl von Kategorien von Personen und Organisationen, die sich mit ihren Problemen befassen. Viele Wissenschaftler haben eine neue internationale Ordnung und eine einheitlichere institutionelle Regelung gefordert, die eine geordnete Bewegung von Menschen gewährleisten würde. Die grundlegende Schwäche der aktuellen Regime resultiert aus der künstlichen Unterscheidung zwischen ‚Flüchtlingen‘ und ‚Migranten‘, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde. Der Artikel untersucht die institutionellen Ursprünge des Systems und bestimmt die Hauptursachen für die unterschiedliche Behandlung von Flüchtlingen und Migranten. Das Papier argumentiert Folgendes: Erstens, das System, das möglicherweise einer Rekonstruktion bedarf, um der heutigen Welt mit hoher Mobilität und vielfältigen Mustern internationaler Bewegung gerecht zu werden, resultierte aus dem Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und den internationalen Institutionen (der ILO und der UN). Der Konflikt drehte sich darum, wie mit den Überhangbevölkerungen in Europa umgegangen werden sollte. Die USA bevorzugten eine Institution mit speziell eingerichteten Funktionen, die auf zwischenstaatlichen Verhandlungen basierten. Der ILO-UN-Plan empfahl internationale Zusammenarbeit unter der Leitung einer einzigen internationalen Organisation. Nach den Konferenzen in Neapel und Brüssel im Jahr 1951 wurde der US-Plan angenommen und das Provisorische zwischenstaatliche Komitee für die Bewegung von Migranten aus Europa (nun umbenannt in die Internationale Organisation für Migration) wurde gegründet. Zweitens entstand die Unterscheidung zwischen Migranten und Flüchtlingen auch als Mittel zur Unterstützung der Umstrukturierung und Auflösung der vor dem Krieg bestehenden Flüchtlingsschutzorganisationen. Zwei Parameter für die Trennung — erzwungene Bewegung und Verletzung von Bürger- und politischen Rechten — erschienen unabsichtlich statt absichtlich. Aus der Perspektive der US-Regierung war das Hauptziel, den internationalen Einfluss auf die nationalen Migrations- und Flüchtlingspolitiken so weit wie möglich zu beschränken.
Rieko Karatani (Sat,) hat diese Frage untersucht.