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1998 schlug Bourriaud die relationale Ästhetik als eine Kunstform vor, die zwischenmenschliche Beziehungen als ihren Inhalt hatte, um der fortschreitenden Kommodifizierung dieser Beziehungen entgegenzutreten und alternative Lebensweisen vorzuschlagen. Zwanzig Jahre später ist die relationale Ästhetik als Werkzeug, um die Relationalität zwischen Technologie und unseren sozialen Beziehungen zu offenbaren, noch relevanter geworden, da unsere sozialen Beziehungen im Alltag auf bisher unvorstellbare Weise commodifiziert wurden. Angesichts der enormen Veränderungen, die seit ihrer Entstehung stattgefunden haben, benötigt die relationale Ästhetik eine Revitalisierung. In diesem Papier haben wir zum Ziel, die relationale Ästhetik als 'digitale Relationalität' zu erneuern und dabei wichtige Kritiken von Claire Bishop über das Fehlen von Antagonismus zu berücksichtigen sowie Wege zu identifizieren, wie die Integration von relationaler Ästhetik mit interaktiver Kunst viele dieser Kritikpunkte lösen kann. Wir analysieren vier unserer eigenen Kunstwerke als Beispiele dafür, wie die Verschmelzung von relationaler Ästhetik mit interaktiver digitaler Kunst beiden Bereichen zugutekommen kann. Wir schlagen vor, dass die Anwendung relationaler Ästhetik auf digitale Medien den Antagonismus innerhalb der Strukturen, die gewöhnlich als selbstverständlich betrachtet werden, offenlegt. Indem wir auf diese Strukturen aufmerksam machen und die typischen Nutzungen dieser Plattformen unterlaufen, ermöglichen wir Reflexion und Diskurs. Dies kann sowohl den Künstler als auch den Betrachter dazu führen, alternative Lebensweisen jenseits der Einschränkungen, innerhalb derer wir gewöhnlich agieren, vorzustellen und aktive Teilnehmer am Aufbau einer digital relationalen Zukunft zu werden.
Spartin et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.