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Dieser Artikel untersucht das umstrittene (Re-)Zusammenfügen des britischen Staatsanleihenmarktes zwischen den 1950er und 1980er Jahren und hebt den ständigen Wandel des Quantifizierungsprozesses in Brokerfirmen hervor, der den Markt formte und neu formte. Basierend auf archivalischen Materialien und Oral History-Interviews verfolgt er zunächst die Konsolidierung sozialtechnischer Anordnungen, bestehend aus Aktuaren, Ertragsmodellen und quantifizierten Evaluationspraktiken in den Forschungsabteilungen der Brokerfirmen, die an Autorität gewannen, als Investitionen zunehmend institutionalisiert wurden. Diese kalkulativen Anordnungen veränderten Handelspraktiken, unterlagen jedoch auch Widerstand, Fehlschlägen und Rivalitäten, als alternative, formalere Modelle vorgeschlagen wurden. Während die aktuariellen Autoritäten schließlich durch Expertise in 'Finanzökonomie' verdrängt wurden, erweisen sich etablierte Bewertungsinstrumente als langlebig, indem sie in neuen professionellen und institutionellen Kontexten umkonfiguriert und umgenutzt wurden. Der Artikel argumentiert, dass die Haltbarkeit und die performative Kapazität von Modellen auf ihrer ontologischen Formbarkeit beruhen: ihrer Fähigkeit, über successive Regime von Expertise und institutionellen Kontexten übersetzt zu werden, während sie praktische Relevanz behalten. Der Artikel leistet einen Beitrag zur aktuellen Forschung in den Sozialwissenschaften der Finanzen über Performativität und Nach-Performativität, die die politische, fragile und historisch situierte Natur der Finanzmärkte betont.
Dylan Cassar (Di,) hat diese Frage untersucht.