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Feminismus und Postmodernismus sind als zwei der wichtigsten politisch-kulturellen Strömungen des letzten Jahrzehnts hervorgetreten. Bisher haben sie jedoch eine unbehagliche Distanz zueinander gewahrt. Tatsächlich war ihre gegenseitige Vorsicht so groß, dass es bemerkenswert wenige ausführliche Diskussionen über die Beziehungen zwischen ihnen gegeben hat. Ungeachtet anfänglicher Vorbehalte gibt es gute Gründe, die Beziehungen zwischen Feminismus und Postmodernismus zu erkunden. Beide haben tiefgreifende und weitreichende Kritiken an der Institution hervorgebracht. Beide haben kritische Perspektiven auf das Verhältnis von Philosophie zur größeren Kultur entwickelt. Und, am zentralsten für die Anliegen dieses Essays, haben beide versucht, neue Paradigmen sozialer Kritik zu entwickeln, die nicht auf traditionellen philosophischen Grundlagen beruhen. Trotz anderer Unterschiede könnte man sagen, dass Feministinnen und Postmodernisten im letzten Jahrzehnt unabhängig an einem gemeinsamen Nexus von Problemen gearbeitet haben: Sie haben versucht, das Verhältnis zwischen Philosophie und sozialer Kritik neu zu denken, um Paradigmen der Kritik ohne Philosophie zu entwickeln. Andererseits haben die beiden Strömungen, sozusagen, aus entgegengesetzten Richtungen gearbeitet. Postmodernisten haben sich primär auf die philosophische Seite des Problems konzentriert. Sie haben begonnen, antifundamentalistische metapolitische Perspektiven auszuarbeiten und sind von dort aus zu Schlussfolgerungen über die Form und den Charakter sozialer Kritik gekommen. Für Feministinnen hingegen war die Frage der Philosophie immer einem Interesse an subordinierenden Themen untergeordnet.
Fraser et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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