Zusammenfassung: Die Beschaftigung mit dem Thema des kulturellen Erbes hat innerhalb verschiedener kulturwissen schaftlicher Disziplinen Konjunktur; dem UNESCO-Welterberegime kommt dabei eine besondere Beachtung zu. Bislang ist jedoch keine sozialwissenschaftliche, auf der Methode der teilnehmenden Beobachtung beruhende Rekonstruktion der Entscheidungsvorgange auf der globalen Ebene der Welterbegovernanz bekannt. Letztere wird zunachst als Spezialfall eines allgemeineren Konzepts von kultureller Governanz (cultural governance) diskutiert. Empirisch beruht der Artikel vor allem auf der Beobachtung zweier Sitzungen des UNESCO-Welterbekomitees in den Jahren 2006 und 2007. Es wird aufgezeigt, wie bestimmte Schlusselbegriffe (?auBergewohnlicher universaler Wert) und Schlusselinstrumente der Welt erbekonvention verschiedene Interpretationen von Seiten unterschiedlicher Akteursgruppen erfahren und wie sich dies auf die Welterbegovernanz auswirkt. Zudem werden die Probleme des Urteilens iiber weit entfernte Orte in Mehrebenen Governanzsystemen aufgezeigt.
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Thomas M. Schmitt (2009) studied this question.
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