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Zeitgenössische Debatten über die Dekolonisierung der Wissensproduktion, einschließlich der Forschung über Afrika, sind entscheidend und fordern Forscher dazu auf, über die Erbschaften kolonialer Machtverhältnisse nachzudenken, die weiterhin die Wissensproduktion über den Kontinent, seine Völker und Gesellschaften durchdringen. Doch diese Debatten sind nicht neu. Vor sechzig Jahren betonte Ghanas erster Präsident und panafrikanischer Führer, Dr. Kwame Nkrumah, die Bedeutung africazentrierter Wissen. Ähnlich plädierte Claude Ake in den 1980er Jahren für die endogene Wissensproduktion über Afrika. Doch der Fortschritt ist bestenfalls langsam, was durch die anhaltende Überlegenheit nicht-afrikanischer Autoren zu afrikanischen Themen in führenden Fachzeitschriften untermauert wird. Daher untersuchen wir, warum die Dekolonisierung der Wissensproduktion so notwendig bleibt und was im Kontext der wissenschaftlichen Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften getan werden kann. Diese Fragen werden auf zwei Ebenen angesprochen, einer praktischen und einer reflektierenden. Auf beiden Ebenen sind Fragen der Machtungleichheiten und Ungerechtigkeiten entscheidend. Auf praktischer Ebene werden die asymmetrischen Machtverhältnisse zwischen Wissenschaftlern im Globalen Norden und Süden hervorgehoben. Auf einer tiefergehenden Ebene werden die Kritiken zeitgenössischer afrikanischer Autoren skizziert, die alle die anhaltende Kolonialität und epistemischen Ungerechtigkeiten in der Wissensproduktion über Afrika anprangern und einen grundlegenden Umorientierungsbedarf in ontologischen, epistemologischen und methodologischen Ansätzen fordern, um die Wissensproduktion zu dekolonisieren.
Crawford et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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