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Nihil Obstat – Latein für nichts steht im Weg – untersucht das Zusammenspiel von Religion und Politik in Ostmitteleuropa und Russland. Während sie sich auf die postkommunistische Zeit des späten zwanzigsten Jahrhunderts konzentriert, erörtert Sabrina P. Ramet Entwicklungen, die bis ins elfte Jahrhundert zurückreichen, um die Muster zu erklären, die im Laufe der Zeit entstanden sind und zu zeigen, wie sie noch immer die zeitgenössischen interkirchlichen Beziehungen sowie die Beziehungen zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft beeinflussen. Basierend auf Interviewforschung in Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien und Mazedonien sowie auf Materialien, die auf Deutsch, Italienisch, Serbo-Kroatisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Russisch und Englisch veröffentlicht wurden, zeichnet Ramet ein klares Bild von der politischen und religiösen Fragilität ehemaliger kommunistischer Staaten, die zum ersten Mal einige Aspekte von Freiheit und Wahl erleben. Mit seiner umfassenden Diskussion der größten religiösen Institutionen in der Region, insbesondere der katholischen und orthodoxen Kirchen, sowie seiner umfassenden Erfassung nichttraditioneller religiöser Vereinigungen, die seit 1989 in der Region aktiv geworden sind, leistet diese Studie einen deutlichen Beitrag zu den wachsenden Diskussionen über den Aufstieg des Fundamentalismus und die inneren Dilemmata der Moderne. Mit seiner Informationsfülle und nachdenklichen Erkundung kultureller Traditionen präsentiert Nihil Obstat auf einzigartige Weise die Auswirkungen und Schwierigkeiten der europäischen Religion in einer postkommunistischen Welt.
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