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Das Wiederauftreten von infektiösem Virus aus den latenten viralen Genomen ist das auslösende Ereignis in der Pathogenese der Zytomegalovirus (CMV)-Erkrankung während Zuständen der Immunschwäche. Interstitielle Pneumonie ist eine häufige Manifestation der posttransplantationsbedingten CMV-Erkrankung, insbesondere nach Knochenmarktransplantation sowie Herz- und Lungentransplantationen. Das Wiederauftreten kann sowohl im Transplantat eines latent infizierten Spenders als auch in den latent infizierten Organen des Transplantatempfängers erfolgen. Der Grund für die Neigung der Lungen als Ort der CMV-Pathologie ist bisher unbekannt. In einem Mausmodell der CMV-Latenz wurden die Lungen als authentischer Ort der latenten Infektion identifiziert, da das virale Genom im Lungengewebe auch nach einer Reduzierung auf ein nicht nachweisbares Niveau im Blut und Knochenmark nachweisbar blieb. Ein Vergleich zwischen den Lungen und der Milz, dem zuvor am gründlichsten untersuchten Ort der murinen CMV-Latenz, ergab eine zehnmal höhere Belastung mit latentem viralen Genom für die Lungen. Am wichtigsten ist, dass das organspezifische Risiko für in vivo-Wiederauftreten mit der organspezifischen viralen genomischen Last korreliert. Diese neue Erkenntnis charakterisiert somit die Lungen als ein Hochrisikoorgan für CMV-Wiederauftreten, und diese Tatsache könnte teilweise erklären, warum interstitielle Pneumonie eine häufige Manifestation einer wiederkehrenden CMV-Infektion ist.
Balthesen et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.