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Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (im Folgenden als Autismus bezeichnet) zeigen eine erhebliche Variation in den klinischen Ergebnissen. Beispielsweise verbessern sich die adaptiven Fähigkeiten mancher Personen mit zunehmendem Alter natürlich oder bleiben stabil, während sie bei anderen abnehmen. Um den Weg für Ansätze der „Präzisionsmedizin“ zu ebnen, ist es entscheidend, die querschnittlichen und, angesichts der entwicklungsbedingten Natur des Autismus, die longitudinalen neurobiologischen (einschließlich neuroanatomischer und verlinkter genetischer) Korrelate dieser Variation zu identifizieren. Wir führten eine longitudinale Nachfolgestudie mit 333 Personen (161 autistischen und 172 neurotypischen Personen im Alter von 6 bis 30 Jahren) durch, mit zwei Bewertungszeitpunkten, die etwa 12-24 Monate auseinander lagen. Wir sammelten Verhaltensdaten (Vineland Adaptive Behaviour Scale-II, VABS-II) und neuroanatomische Daten (strukturelle Magnetresonanztomographie). Autistische Teilnehmer wurden in klinisch bedeutsame „Zunahmer“, „Keine-Veränderer“ und „Abnehmer“ im adaptiven Verhalten (basierend auf VABS-II-Werten) gruppiert. Wir verglichen die Neuroanatomie jeder klinischen Untergruppe (Oberfläche und kortikale Dicke zu T1, ∆T (intra-individueller Wandel) und T2) mit der der Neurotypischen. Als Nächstes untersuchten wir die potenziellen genomischen Assoziationen der neuroanatomischen Unterschiede unter Verwendung des Allen Human Brain Atlas. Klinische Untergruppen wiesen unterschiedliche neuroanatomische Profile bezüglich Oberfläche und kortikaler Dicke zu Beginn, in der neuroanatomischen Entwicklung und bei der Nachverfolgung auf. Diese Profile waren angereichert für Gene, die zuvor mit Autismus assoziiert wurden, sowie für Gene, die zuvor mit neurobiologischen Wegen in Verbindung gebracht wurden, die im Autismus eine Rolle spielen (z.B. Erregung-Hemmung-Systeme). Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass unterschiedliche klinische Ergebnisse (d.h. intra-individueller Wandel in klinischen Profilen), die mit den Kernsymptomen von Autismus verbunden sind, mit atypischen querschnittlichen und longitudinalen, d.h. entwicklungsbedingten, neurobiologischen Profilen assoziiert sind. Wenn validiert, könnten unsere Ergebnisse die Entwicklung von Interventionen vorantreiben, z.B. durch gezielte Ansätze, die mit relativ schlechteren Ergebnissen in Verbindung stehen.
Pretzsch et al. (Mi,) studierten diese Frage.
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