Key points are not available for this paper at this time.
Obwohl es eine große Lücke zwischen der Lebenserwartung von schwarzen und weißen Amerikanern gibt, fiel die Lücke zwischen 1990 und 2018 um 48,9 %, hauptsächlich aufgrund von Sterblichkeitsrückgängen bei schwarzen Amerikanern. Wir untersuchen alterspezifische Sterblichkeitstrends und rassistische Unterschiede in der Lebenserwartung in einkommensstarken und einkommensschwachen US-Gebieten sowie im Vergleich zu sechs europäischen Ländern. Die Ungleichheiten in der Lebenserwartung sind in den Vereinigten Staaten ausgeprägter als in Europa. Im Jahr 1990 hatten weiße Amerikaner und Europäer in einkommensstarken Gebieten eine ähnliche Gesamtlebenserwartung, während die Lebenserwartung für weiße Amerikaner in einkommensschwachen Gebieten niedriger war. Seitdem haben jedoch auch weiße Amerikaner mit hohem Einkommen gegenüber Europäern an Boden verloren. In der Zwischenzeit verringerte sich die Lücke in der Lebenserwartung zwischen schwarzen Amerikanern und Europäern um 8,3 %. Die Lebenserwartung schwarzer Amerikaner stieg in allen US-Gebieten stärker als die der weißen Amerikaner, aber die Verbesserungen in einkommensschwachen Gebieten hatten den größten Einfluss auf die rassistische Lebenserwartungslücke. Die Ursachen, die am meisten zur Verringerung der Sterblichkeit bei schwarzen Amerikanern beitrugen, umfassten Krebs, Mord, HIV und Ursachen, die aus der fetalen oder Säuglingsperiode stammen. Die Lebenserwartung sowohl für schwarze als auch für weiße Amerikaner stagnierte oder ging nach 2012 leicht zurück, doch dieser Stillstand war unter den schwarzen Amerikanern selbst vor der COVID-19-Pandemie am deutlichsten. Hätten sich die Verbesserungen mit der Rate von 1990 bis 2012 fortgesetzt, hätte sich die rassistische Lücke in der Lebenserwartung bis 2036 geschlossen. Auch die europäische Lebenserwartung stagnierte nach 2014. Dennoch deutet der Vergleich mit Europa darauf hin, dass die Sterblichkeitsraten sowohl bei schwarzen als auch bei weißen Amerikanern in allen Altersgruppen und sowohl in einkommensstarken als auch in einkommensschwachen Gebieten weiter fallen könnten.
Schwandt et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.