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Die Bedeutung des Resilienzdenkens in der zeitgenössischen Regierungs- und Sicherheitspolitik hat zunehmende kritische Aufmerksamkeit erhalten. Indem der Dialog mit einigen dieser aktuellen Kritiken, die überwiegend auf Biopolitik oder neoliberalem Regierungsverhalten basieren, gesucht wird, entwickelt dieser Artikel eine arendtianische Lesart von Resilienz als einem zeitlichen Regime der Prozesualität. Ursprünglich aus den Lebenswissenschaften wie Ökologie und Komplexitätsdenken stammend, privilegiert der zunehmend formbare Resilienzdiskurs das Funktionieren gesellschaftlicher Lebensprozesse über politische Handlungen und menschliches Kunstwerk. Der Artikel argumentiert, dass diese ‚Herrschaft des Niemand‘ Gefahr läuft, das Konzept des öffentlichen Raums, das für die Politik von entscheidender Bedeutung ist, zu ersticken. Als notwendiger Schritt aus diesem Dilemma wird vorgeschlagen, dass anstelle einer bloßen Kultivierung gesellschaftlicher und individueller Anpassungsfähigkeiten, wie es das populäre notwenditätsbezogene prozessuale Gefühl vorschlägt, das Gefühl, die Welt und ihre Strukturen durch kollektive politische Aktionen verändern zu können, revitalisiert werden sollte.
Juntunen et al. (Mon.) haben diese Frage untersucht.